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| Pressespiegel rund um den Schulsport 2009 |
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- Schweizer Jugendliche bewegen sich vergleichsweise wenig - Es ist fünf vor zwölf - Das Jahr des Schulsports nutzen! - Bündner Kinder weniger dick als ihre Zürcher "Gspänli" Schweizer Jugendliche bewegen sich vergleichsweise wenigSchweizer Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren bewegen sich gemäss einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO im internationalen Vergleich wenig. Auch das Ernährungsverhalten könnte besser sein. Die WHO hat im Jahr 2006 in 39 europäischen Staaten sowie in Kanada und den USA das Ernährungs- und Bewegungsverhalten analysiert. Seit letzter Woche liegen die Resultate auch für die Schweiz vor, wie die "NZZ am Sonntag" publik machte. Gemäss der Studie bewegen sich die Jugendlichen nirgends so wenig wie in der Schweiz: Nur 12,8 Prozent sind täglich mehr als eine Stunde aktiv, wobei nicht nur Sport darunter fällt, sondern zum Beispiel auch längere Fussmärsche. 3 Prozent der Schüler sind gänzlich inaktiv. Bei der Ernährung sind die Ergebnisse weniger klar. Immerhin 25,7 Prozent der jungen Schweizer nehmen jeden Tag Früchte und Gemüse zu sich. Damit erscheint die Schweiz unter den ersten 15 Staaten. Vor allem Mädchen ziehen die vitaminreichen Gerichte Fleisch oder Weissbrot vor. Ungesund verhalten sich die jungen Schweizer dagegen am Morgen. Nur 52,9 Prozent nehmen an den Schultagen täglich ein Frühstück ein. Damit landet die Schweiz auf den hintersten 15 Plätzen. Trotz der mangelnden Bewegung und fragwürdiger Ernährung gibt es in keinem anderen Land so wenig übergewichtige 11-Jährige wie in der Schweiz. Auch bei den anderen Altersgruppen befinden sich die Schweizer Jugendlichen bezüglich des Übergewichts unter den vorderen 15 Länder. 26.04.09, Quelle: sda
Es ist fünf vor zwölf - Das Jahr des Schulsports nutzen!Jedes sechste Kind in Deutschland ist übergewichtig und Schulkinder verbringen durchschnittlich 2,3 Stunden vor dem Fernseher und 1,1 Stunden vor dem Computer. Ausgehend von diesen erschreckenden Zahlen, ist es aus Sicht des Landessportbundes Thüringen e.V. (LSB) dringend notwendig, der Rolle des Schulsports eine weitaus höhere Bedeutung innerhalb des Schulsystems zukommen zu lassen, als dies zur Zeit der Fall ist. Mehr als 50 Studien aus den Jahren 2002 bis 2006 bezeugen den Rückgang motorischer Fähigkeiten bei Kindern. Bei der Generation des so genannten goldenen Lernalters, den sechs bis Zehnjährigen, stagniert in dieser Phase die Leistungsfähigkeit in Relation zum Körpergewicht. Ursache dafür ist nachgewiesenermaßen Bewegungsmangel und falsche Ernährung. Dabei sind Bewegung, Spiel und Sport für die Gesamtentwicklung im Kindes- und Jugendalter von grundsätzlicher Bedeutung. Der LSB will, und dies gerade im Jahr des Schulsports, deutliche Impulse zur Qualifizierung und Stabilisierung des Schulsports in Thüringen geben und die Zusammenarbeit von Schule und Sportverein weiter intensivieren und qualifizieren. Hierzu gehören, so der Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes, Rolf Beilschmidt, auch die noch stärkere Sensibilisierung der Öffentlichkeit zur gesundheitlichen Situation von Kindern und Jugendlichen und die sich daraus ableitenden Konsequenzen für einen kontinuierlich stattfindenden, von Fachleuten realisierten und auch Leistung abfordernden Sportunterricht in den Schulen. Zudem rufen wir die Sportlehrer auf, sich stärker als bislang als Übungsleiter in den Sportvereinen zu engagieren. Dadurch entstehen engere Bindungen unter den handelnden Personen und natürlich auch ein intensiveres Verhältnis zu den Schülern. Aufgrund der eingangs erwähnten Zahlen und Fakten erscheint es als eminent wichtig, dass die oftmals parallel nebeneinander wirkenden Systeme Schule und Sport gemeinsam in eine Richtung agieren, um das Gut der Gesundheit unserer Kinder durch Bewegung, Sport und Spiel auf ein hohes Niveau zu bringen. Gleichzeitig, so Beilschmidt weiter, ist es für uns völlig unverständlich, dass die Kultusministerkonferenz im Oktober 2008 beschlossen hat, die Richtlinien für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern an Hochschulen und Universitäten in Deutschland zu ändern, welche wiederum letztlich die Ausbildungsinhalte in den Lehramtsstudiengängen vorgeben und damit auch die Ausgestaltung des Fachunterrichts an den Schulen bestimmen. In der vorgesehenen Verbindung der Fächer Kunst, Musik und Sport zu einem Bereich Ästhetische Bildung in der Grundschule nehmen Bewegung, Spiel und Sport nur noch eine unbedeutende Nebenrolle ein der Sportunterricht wird damit quasi abgeschafft. Die Erkenntnisse des Zweiten Deutschen Kinder- und Jugendsportberichts, der die herausgehobene Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport für die Entwicklung von Kindern auf der Grundlage zahlreicher empirischer Studien belegt, werden damit vollständig ignoriert. Nicht die Reduzierung, sondern die Aufstockung von Ausbildungsinhalten im Bereich des Sports sind aus Sicht des Landessportbundes die logische Konsequenz aus diesen Befunden. Das in diesem Zusammenhang für das Fach Sport erstellte Fachprofil für den Bereich der Primarstufe ist aus Sicht des organisierten Sports fachwissenschaftlich und fachdidaktisch inakzeptabel. Der DOSB-Präsident Thomas Bach warnte bereits vor den schwerwiegenden gesundheitspolitischen und gesellschaftlichen Konsequenzen, die eine Aufgabe des qualifizierten Sportunterrichts an Grund-schulen hätte. Erste Gespräche des LSB mit dem Thüringer Kultusminister Bernward Müller geben Anlass zum Optimismus, dass an Thüringer Hochschulen und Universitäten die bisher geltende Ausbildung von Grundschullehrern im Bereich des Sportunterrichts fortgeführt wird. 30.01.2009, Quelle: www.dosb.de (Der Deutsche Olympische Sportbund) Bündner Kinder weniger dick als ihre Zürcher "Gspänli"Der Anteil übergewichtiger Kinder ist in Graubünden markant kleiner als in den Städten Zürich, Bern und Basel. 14 Prozent der Bündner Schulkinder sind übergewichtig. Mit diesem Befund steht Graubünden einiges besser da als die Städte Zürich, Bern und Basel, wo 19,5 Prozent der Kinder zu dick sind. Doch sei dies kein Grund zum Jubeln, wie Renato Lanfranchi vom Gesundheitsamt Graubünden erklärt. «Der allgemeine Trend zeigt, dass auch bei uns die Zahl der übergewichtigen Kinder zunehmen wird, wenn wir nichts unternehmen.» Quelle: 25.1.09 www.suedostschweiz.ch |