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| Pressespiegel rund um den Schulsport 2010 |
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- "Bewegte Schule" macht geschickt, stark und schlau - BMI bei Kindern und Jugendlichen in der Schweiz stabilisiert sich
BMI bei Kindern und Jugendlichen in der Schweiz stabilisiert sichDie Ergebnisse des aktuellen BMI-Monitorings von Gesundheitsförderung Schweiz weisen auf eine Stabilisierung des BMI bei Kindern und Jugendlichen hin. Grund zur Entwarnung gibt es aber nicht, denn noch immer ist jedes fünfte bis siebte Kind in der Schweiz übergewichtig und durchschnittlich jedes 25. Kind adipös. Eine weitere alarmierende Erkenntnis: Nicht jedes Kind in der Schweiz hat die gleichen Chancen auf ein gesundes Körpergewicht. Wohnregion und soziale Herkunft haben einen grossen Einfluss. Im Rahmen des jährlich durchgeführten BMI-Monitorings von Gesundheitsförderung Schweiz wurden für das Schuljahr 2008/2009 Daten zu Körpergrösse und Gewicht von mehr als 25'000 Kindern und Jugendlichen im Schulalter erhoben. An der Erhebung beteiligt waren neben den Städten Bern, Freiburg und Zürich, die Kantone Basel-Stadt, Graubünden, Wallis, Jura und Genf. Durch die Datenerhebung sowohl in städtischen als auch ländlichen Regionen in der Deutsch- und Westschweiz bilden die Ergebnisse eine Grundlage für Aussagen über die gesamtschweizerischen Verhältnisse. Die Messungen von Körpergrösse und -gewicht wurden darüber hinaus in allen beteiligten Städten und Kantonen von fachlich geschultem Personal vorgenommen. Wohnregion und soziale Herkunft entscheidend Die detaillierte Auswertung der Daten zeigt, dass Übergewicht und Adipositas in ländlichen Regionen weniger stark verbreitet sind als im städtischen Raum. Der Anteil an übergewichtigen Kindern und Jugendlichen steigt von ländlichen Wohnregionen über kleine und mittlere Städte bis hin zu den grossstädtischen Agglomerationen kontinuierlich an. In ländlichen Regionen ist durchschnittlich etwa jedes 7. Kind übergewichtig, in den Städten durchschnittlich jedes fünfte Kind. Die Daten belegen zudem einen klaren Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Übergewicht: Kinder von Eltern mit niedrigem Bildungsniveau oder einer tiefen beruflichen Stellung sind häufiger von Übergewicht betroffen als Kinder von Akademikern und höheren Angestellten. Der Unterschied zwischen den beiden Extremgruppen beträgt je nach Ort und Schulstufe rund das Zwei- bis Fünffache. Die Ursachen hierfür liegen einerseits in den fehlenden finanziellen Mitteln der betroffenen Familien sowie im oftmals geringeren Wissen bezüglich Ernährung, Bewegung und Gewicht. Gravierende gesellschaftliche Folgen Gesundheitliche Chancengleichheit schaffen Mehr Informationen:Bern, 23. August 2010, Quelle: Gesundheitsförderung Schweiz "Bewegte Schule" macht geschickt, stark und schlauWer sich nicht bewegt, bleibt sitzen. 55 Schulen im Kanton Graubünden beteiligen sich am Projekt "Bewegte Schule" und sagen daher Ja zu mehr Bewegung im Schulalltag. Dem Trend, wonach die Schule den kindlichen Bewegungsdrang erheblich einschränkt und die Freude an der Bewegung im Teenager-Alter deutlich abnimmt, muss mit bewegungsfreundlichen Schulen Gegensteuer gegeben werden. Genügend Bewegung fördert die Entwicklung und das Selbstvertrauen, erhöht die Hirndurchblutung und fördert somit die Konzentrationsfähigkeit. In der "Bewegten Schule" hat Bewegung, Spiel und Sport sowohl in den Pausen, wie im Unterricht einen wichtigen Stellenwert. Vor und nach dem Unterricht legen die Kinder und Jugendliche den Schulweg zu Fuss zurück, statt sich von den Eltern chauffieren zu lassen. Die Schulzimmer werden ergonomischen gestaltet, damit "Sitzen in Bewegung" möglich ist. Ausserdem steigern drei- bis fünfminütige Bewegungspausen die Lernbereitschaft und Aufnahmefähigkeit. Mit diesem bewegungsorientierten Unterricht, welcher den Stoff über mehrere Sinneskanäle vermittelt, bleiben die Inhalte besser im Gedächtnis haften. In den Pausen erholen sich die Kinder mit verschiedenen altersgerechten Bewegungsgelegenheiten und sinnvollen Bewegungsmaterialien, welche den Pausenplatz in einen Spiel-, Erfahrungs- und Erlebnisraum umwandeln. Dabei steht die Freude an der Bewegung und nicht der sportliche Leistungsdruck im Zentrum. 55 Schulhäuser im Kanton Graubünden haben sich verpflichtet, das Projekt "Bewegte Schule" während drei Jahren umzusetzen. Somit kann bereits ein Drittel der Bündner Schülerinnen und Schüler vom Projekt "Bewegte Schule" profitieren. Kinder und Jugendliche brauchen eine Umgebung, in der sie sich viel bewegen und austoben können. Ebenso benötigen sie eine ausgewogene Ernährung für ihre gesunde Entwicklung. Das Programm graubünden bewegt, welches vom Gesundheitsamt Graubünden in Zusammenarbeit mit dem Amt für Volksschule und Sport, ZEPRA Prävention und Gesundheitsförderung und Gesundheitsförderung Schweiz getragen wird, hilft mit, ein solches Umfeld zu fördern. Mit Gemeinden, Kindergärten, Schulen und Fachpersonen werden Projekte umgesetzt, die die Rahmenbedingungen für ein gesundes Körpergewicht verbessern. Bewegte Schule Graubünden ist ein solches Projekt. Weitere Informationen:www.graubünden-bewegt.ch/Projekte/Bewegte Schule 17.08.2010, Quelle: Standeskanzlei Graubünden |