Newsletter Nr. 1 vom 18.08.2000

Turn- und Sportunterricht

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- "Turnen ist ein guter Ausgleich" Zeitungsbericht Südostschweiz Mi. 16.08.00




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DLV: Immer wieder hören wir fasziniert von neuen Rekorden und Weltrekorden in der Leichtathletik. Auf der Internetseite des DLV (deutscher Leichtathletikverband) sind die Rekorde in der LA ganz genau aufgezeichnet. Dabei findet man nicht nur aktuelle Resultate sondern auch die Entwicklung dieser Rekorde im Laufe der Zeit. Versuchen wir doch einmal den Weltrekord im 5000m Lauf mit einer Klasse zu brechen. Gelingt es als Klassenstaffel den aktuellen Weltrekord von Haile Gebrselassie (Aethiopien) von 12:39.36 zu brechen? Oder reicht es "nur" für den Europarekord von Dieter Baumann (D) von 12:54.70?

Neues Lehrmittel Sporterziehung: Eine Projektgruppe für die Einführung des Lehrmittels "Sporterziehung" der Bernischen Lehrerinnen - und Lehrerfortbildung stellt Kursvorlagen für LeiterInnen und Unterlagen für TeilnehmerInnen zum Download zur Verfügung.





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"Turnen ist ein guter Ausgleich"

Ein Zeitungsbericht der "Südostschweiz" v. Mi. 16.08.00. Regierungsrat des Kantons Graubünden (CH) kämpft für die Beibehaltung von drei Turnstunden pro Woche.

"Turnen ist ein guter Ausgleich"


Regierungsrat Lardi kämpft für die Beibehaltung von drei Turnstunden pro Woche

Am nächsten Montag ist in Graubünden Schulbeginn. Das heisst auch, dass der Alltag der Bündner Schuljugend wieder kopflastiger wird. Für einen guten Ausgleich sorgen die drei Turnstunden pro Woche. Das soll laut Regierungsrat Claudio Lardi auch so bleiben, obwohl die dritte Turnstunde auf nationaler Ebene zunehmend in Frage gestellt wird.

• VON DENISE ALIG

Rechnen, Sprache und Realien: Diese Themenbereiche waren für die Bündner Schulkinder während der letzten sieben Wochen - ferienhalber - out. Ab dem kommenden Montag aber werden sich Schülerinnen und Schüler wieder täglich mit den genannten Fächern auseinander zu setzen haben. Damit aber nicht nur der Kopf trainiert wird, wird in den Schulen auch gesungen, gezeichnet, gewerkt und geturnt. Uber die Anzahl Stunden pro Fach entscheiden die Kantone in Eigenregie. Mit einer Ausnahme, dem Turnen.

Der Bund bestimmt

Turnen ist das einzige Fach dessen Stundenzahl vom Bund festgelegt wird. Gemäss Regelung sind in den Schweizer Schulen drei Turnstunden pro Woche Pflicht. An diesem Obligatorium wird aber seit einiger Zeit gerüttelt. Denn für die Schuloberen in den Kantonen wird die Stundenplangestaltung immer schwieriger, da in den Stundenplänen zusätzlich neue Fächer wie Frühfremdsprachen und Informatik untergebracht werden müssen. Deshalb haben sich die Kantone mit Bundesrat Adolf Ogi kürzlich auf den Kompromiss geeinigt, dass die dritte Turnstunde zu Gunsten einer Lektion in einem anderen Fach «geopfert» werden kann. Dies allerdings unter der Voraussetzung, dass die gestrichenen Turnstunden in Form von Sporttagen oder Sportwochen vor- oder nachgeholt werden.

Lardi für die Beibehaltung der dritten Turnstunde

In St. Gallen und weiteren Kantonen denkt man bereits über eine Anwendung dieser Klausel nach. Und in Graubünden? Regierungsrat Claudio Lardi, Vorsteher des Erziehungs-, Kultur- und Umweltdepartementes, hat eine dezidierte Haltung zu dieser Frage. «Ich werde mich für eine Beibehaltung der dritten Turnstunde einsetzen», erklärte er gestern auf Anfrage.

Der Erziehungsminister argumentiert damit, dass Turnen nicht nur ein guter Ausgleich zu kopflastigen Fächern wie Sprache und Rechnen darstelle, sondern dass in diesem Fach auch die sozialen Kompetenzen besonders gut geschult werden könnten. Auch seien die Kinder nach einer Stunde Turnen nachweislich frischer und aufnahmefähiger für andere Inhalte, so Lardi. Für ihn ist zudem der Ersatz der dritten Turnstunde durch Sporttage und Sportwochen keine Alternative. «Es ist wichtig, dass sich die Schüler in einem regelmässigen Rhythmus sportlich betätigen.» In der Primarschule komme eine Streichung der dritten Turnstunden für ihn aus der jetzigen Perspektive ohnehin nicht in Frage, sagte Lardi gestern weiter. Würden Bestrebungen unternommen, die dritte Turnstunde zumindest ab der Sekundarstufe zu streichen, würde er sich dagegen «nach Kräften zur Wehr setzen». Und wenn sich, was Lardi nicht hofft, längerfristig eine Flexibilisierung nicht umgehen lässt dann wäre er bereit, über eine allfällige moderate Einschränkung des Turnunterrichts gegen Ende der Sekundarstufe zu diskutieren.

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