Balancieren Klettern Drehen


Koordinative Fähigkeiten


ORIENTIERUNGSFÄHIGKEIT
Die Orientierungsfähigkeit ermöglicht, sich in der Vielfalt von Positionen zu orientieren und anzupassen.

Beispiele: Freistellen im Spiel; auf der Skipiste neben anderen fahren; sich bei Körperrotationen orientieren usw.




GLEICHGEWICHTSFÄHIGKEIT
Die Gleichgewichtsfähigkeit ermöglicht, das Gleichgewicht zu halten oder es nach Positionsänderungen möglichst rasch wiederzugewinnen.

Beispiele: auf einer Schwebekante balancieren; nach einer Rolle vw. den Stand halten; im Handstand einige Zeit stehen usw.




RHYTHMISIERUNGSFÄHIGKEIT
Die Rhythmus- bzw. Rhythmisierungsfähigkeit ermöglicht, Bewegungsabläufe rhythmisch zu gestalten, zu akzentuieren oder einen gegebenen Rhythmus zu erfassen.

Beispiele: sich nach Musik bewegen; einen Anlauf rhythmisch gestalten; auf Langlaufski oder Rollerblades skaten usw.




REAKTIONSFÄHIGKEIT
Die Reaktionsfähigkeit ermöglicht, Informationen bzw. Signale aufzunehmen und darauf schnell und mit einer gezielten Bewegung zweckmässig zu reagieren.

Beispiele: auf ein Signal starten; auf unvorhergesehene Situationen geschickt zu reagieren; Bälle als Torwart abwehren usw.




DIFFERENZIERUNGSFÄHIGKEIT
Die Differenzierungsfähigkeit ermöglicht, die eintreffenden Sinnes-Informationen differenziert auf Wichtiges zu überprüfen und die Bewegungen darauf dosiert abzustimmen.

Beispiele: einen hart oder weich zugespielten Ball fangen; auf dem Minitrampolin abfedern; das Tempo variieren usw.

(nach HOTZ, 1986)

Hinweise für das Training der koordinativen Fähigkeiten:

  • Die vielseitige Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten hat im Kindesalter Vorrang vor dem Training der konditionellen Fähigkeiten.
  • Vielseitige Bewegungserfahrungen ermöglichen eine natürliche Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten und fördern die Lernfähigkeit. Auf eine zu frühe Spezialisierung ist deshalb zu verzichten.
  • Selbstbestimmtes Erfahren und Entdecken bei koordinativen Bewegungsaufgaben fördert die Eigenständigkeit und dadurch auch die Motivation.
  • Koordinativ anspruchsvolle Bewegungsaufgaben sind im Sportunterricht zeitlich vor konditionell belastenden Bewegungsaufgaben zu platzieren.
  • Gut ausgebildete koordinative Fähigkeiten erleichtern das Lernen komplexer Bewegungsfertigkeiten.
  • Wenn Bewegungsabläufe koordinativ beherrscht werden, können sie durch integriertes Konditionstraining (Zusatzaufgaben) erschwert werden.

(aus Lehrmittel Sporterziehung Band 1, Broschüre 1 Grundlagen, Seite 39/40)


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Praktische Anwendungen:
- Variationsmöglichkeiten im Minitrampolinspringen
- Gleichgewichtscircuit
- Bewegungsstationen
- Koordinative Fähigkeiten mit Bällen

Koordinative Fähigkeiten externe Links:
- KF bei sportunterricht.de