Spielerisches Ausdauertraining ist motivierend und macht Spass. Dabei sind die Laktatbelastungen erträglich und werden sofort wieder abgebaut.
Auswahl an spielerischen Ausdauerformen:
2. Umfangbetontes Ausdauertraining
Ziel: Eine längere Dauerbelastung mit einem ökonomischen Bewegungsverhalten durchzustehen --> Laufe dein Alter in Minuten!
Trainingsform: extensive Dauermethode.
Bei aeroben Belastungen ist eine Überforderung nicht zu befürchten.
3. Geringe Laktatbelastungen
Anaerobe Belastungen sind möglichst zu vermeiden. Die Grundlagenausdauer steht im Vordergrund. Kein Stehvermögen Training!
4. Kein sportartspezifisches Ausdauertraining
In jeder Sportstunde sollte das Herz-Kreislauf-System gezielt belastet werden. Das Training sollte sehr abwechslungsreich gestaltet werden.
Varianten:
- Bike and Run (Zu zweit A fährt auf dem Fahrrad, B läuft. Nach einer gewissen Zeit wechseln die Schüler die Rollen)
- Orientierungsläufe in allen Varianten
- Aerobic
- Inline
- Würfelspiele, Jasskartenlauf
- Kleine Spiele wie "Schwarzer Mann", "Haifisch und Seegras", "Brennballvariante", etc.
- Sportspiele wie Fussball, Unihockey, Basketball, Basketballparcours, Handball, Tchoukball, Volleyball Ausdauerformen, etc.
- Fangspiele wie "Rhythmusfangis"
- Geländeläufe
- Hindernisläufe (Hindernisalaskaball, Steeplelauf)
- Circuitformen (Skicircuit)
- Rope Skipping
- Unterrichtseinheit Ausdauer
- 16er Lauf
5. Auch theoretisches Hintergrundwissen vermitteln
Den Schülern muss der gesundheitliche Wert des Ausdauertraining bewusst werden. Sie sollten die wichtigsten Trainingsprinzipien kennen lernen und praktisch anwenden.
Siehe auch Puls 1, Puls 2, Tipps zum Laufen
6. Individuelle Belastung
Pulskontrolliertes Ausdauertraining macht Spass und verbessert die Körperwahrnehmung. Jeder Schüler läuft in seinem individuellen Tempo!
Pulskontrolliertes Training hat sich in der Praxis sehr bewährt. Nach einem Maximalpulstest (siehe Puls) oder mit Hilfe der Formel (170 - 1/2 Alter) kann der optimale Bereich für ein Training im Gesundheitsbereich ausgerechnet werden. Wenn die Schüler diesen Bereich kennen, können sie individuell in ihrem Tempo trainieren.
Bei einem übergewichtigen Schüler ist dieser Bereich schon bei einem Walking-Tempo erreicht, während ein Schüler, welcher regelmässig trainiert, viel schneller unterwegs ist.
Deshalb macht es keinen Sinn, ein Ausdauertraining mit der ganzen Klassen im gleichen Tempo zu absolvieren. Der Sportlehrer ist sowieso viel zu schnell unterwegs (auch wenn er das Gefühl hat, er sei langsam!). Die gut trainierten Schüler können ihm gerade noch folgen, während die Untrainierten und Übergewichtigen es gerade mal zwei Minuten schaffen, dieses Tempo zu halten, bevor sie frustriert den Lauf abbrechen und Jogging für immer aus ihrem Leben streichen (Sport ist Mord)!
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